Carolas Yoga-Blog

Hallo Ihr Lieben,

Blogs gibt es wie Sand am Meer, ja, ja, ich weiß 🙂 Aber: Kann man denn nicht genug Sand & Meer haben? Das ist doch wie mit Schuhen …

Dieser Blog ist ein Plaudern über das Leben, über Yoga gespickt mit vielen praktisch anwendbaren Tipps. Einfach Themen, die mich beschäftigen, vielleicht schwirren sie ja auch durch Deinen Kopf. Es müssen nicht immer die großen Dinge verändert werden, viele kleine erreichen genau das gleiche. Meinen Blog sehe ich auch als kleinen Reminder, frei nach dem Motto: „Ach ja stimmt. Das müsste ich mal wieder machen“ oder „So einfach, dass ich daran nicht gedacht habe.“ In diesem Sinne: Lass Dich inspirieren! Apropos, unter dem Punkt „Inspiration“ sind ebenso nette Anregungen, die Dein Leben leichter machen können…

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10. Februar 2021; Lesezeit: ca. 7 Minuten


 

 

 

Du hörst lieber zu? Nur einen Klick entfernt…

Du liest lieber? Bitte sehr…
Zeit, um einen Schneemann oder Luftschlösser zu bauen…

Manchmal ist es einfach das Glück des Augenblicks. So wie heute. Wenn ich mit einer Tasse Milch-Kaffee am Morgen vor dem offenen Fenster sitze und es schneit. Feine Schneeflöckchen rieseln aus dicken grauen Wolken vom Himmel auf die Erde, lassen sich vom leichten Wind treiben, als würde jemand Puderzucker auf einen frisch gebackenen Kuchen sieben. Die Dächer haben keck weiße Hauben aufgesetzt, Büsche, Sträucher und Bäume einen Umhang aus zarten, sternförmigen Kristallen, die fest zusammenhalten. Es ist Februar und im Hintergrund tirilieren ein paar Vögelchen. Da ist Frau Meise zu hören, der freche und zankfreudige Grünfink, die Kernbeißertruppe sowie die stets fröhlichen Spatzen. Über allem erhebt sich manchmal noch etwas mager das dumpfe Klopfen oder Balztrommeln des Buntspecht-Sprösslings, der auch auf sein Recht am Futterhäuschen pocht.

Frisch zieht es hinein

Glücksgefühle rieseln durch meinen Körper, während ich die henkellose Tasse mit den Rentieren, das Geschenk einer lieben Yogaschülerin, zwischen meinen Händen halte. Das Fenster ist weit geöffnet und es zieht frisch hinein in die gute und warme Stube und in meinen Körper und Geist. Glück spüre ich in der Magengegend, am Solar-Plexus und im Herzen. Von dort weitet es sich aus, strahlt durch den ganzen Körper. Für einen winzigen Augenblick bin ich ein so was von zufriedener Mensch 🙂 Hier auf der Erde zu sein, an diesem Ort, zu diesem Zeitpunkt – nirgendwo anders. Bin auch mit meinen Gedanken nicht auf Reisen, sondern im Hier und Jetzt. Der Kaffee mit viel Milchschaum schmeckt süß und rinnt meine Kehle hinunter…

Plötzlich taucht mein Teenager-Kind auf und flötet: „Mama, ich habe ein Problem…“ Selbst das nehme ich nur wahr und lächele. Ich bin DA (nicht dort), ganz bei mir, in meiner Kraft und Klarheit; was kann mir schon passieren? Mein Sohn kommt zu mir, lächelt und nimmt mich ganz fest in den Arm. Das war es, was er wollte. Er wollte mir eine Umarmung schenken. Ist es manchmal nicht so im Leben, dass jemand etwas vermeintlich Furchtbares ausruft und alle erstarren vor Angst? Schnell entpuppt es sich jedoch als heiße Luft, die verpufft? Die Momente, die man im Schrecken verbracht hat, hinterlassen aber Spuren…

Kleine Wunder aus Mini-Pausen 

Lass Dich überraschen, jeden Tag aufs Neue, von dem was ist, nicht sein wird… Vom Zauber des Augenblicks mit all seinen Facetten und vielleicht bringt Dich dann auch nichts mehr aus der Ruhe oder Fassung, weil Du in Dir gefestigt bist, erfüllt mit so viel Schönem, dass die Natur, das Leben auch auf wenigen Quadratmetern zu bieten hat – Sekunde für Sekunde… Es müssen nicht immer die großen Dinge sein, nein, es sind die kleinen, an denen wir uns auch erfreuen können, wenn wir diese wahrnehmen und uns nicht immer von „höher, weiter, schneller“ leiten lassen. Mehr in der Zukunft, denn in der Gegenwart sind. Doch nur aus der Gegenwart ist die Zukunft gestaltbar.

Kleine Wunder können aus dieser Mini-Pause entstehen, wie ich sie immer wieder selbst erleben darf. Wie zum Beispiel die Umarmung meines Sohnes, die für noch mehr Glücksgefühle an diesem Morgen sorgt, denn mein Körper hat so ganz nebenbei Oxytocin ausgeschüttet, das Kuschelhormon, welches u.a. durch Berührung ausgelöst wird. Auch Meditation, Gebete und Yoga sollen laut neuester Wissenschaft diese Hormon-Ausschüttung begünstigen sowie eigene Berührungen. Also jeder jeden Tag dafür sorgen, dass es ihm gut geht – auch diejenigen, die allein leben. Hurra!

Neulich habe ich darüber in einer Zeitschrift geschrieben:
Können Umarmungen heilen? Hier kommt der Text:

*

Während der Corona-Pandemie heißt und hieß es: Abstand halten. Aber sind Berührungen für uns Menschen denn nicht wichtig? Sagt man ihnen nicht nach, dass sie sogar heilen können?

Happy Unsere Haut verfügt über Rezeptoren, die auf Berührung reagieren. Diese nennen sich C-taktile Fasern und leiten die äußeren Reize extrem schnell zum Gehirn weiter. Daraufhin wird das Wohlfühlhormon Oxytocin ausgeschüttet, sowie Dopamin und Serotonin, die kleinen Glücklichmacher. Man kann also sagen, dass Umarmungen auf jeden Fall sehr froh machen.

Schmerzen werden weniger stark wahrgenommen, wenn eine nahestehende Person, zum Beispiel aus der Familie, einem dabei die Hand hält. Auch Ängste verschwinden schneller.

Zufriedene Paare berühren sich öfter, streicheln sich, wenn sie verliebt sind. Nun kann man das auch umdrehen. Braucht die Beziehung mehr Schwung, nehmen Sie Ihren Partner doch einfach öfter in den Arm.“ (Woche der Frau, ET 10.2.)

*

Und so verweben sich ganz nebenbei beim Schreiben dieses Yoga-Blog-Beitrags Umarmungen mit dem bewussten Moment des Seins. Alles gehört zusammen. Wenn ich das eine nicht haben kann, dann vielleicht das andere. Du entscheidest, was Du aus Deinem Leben und der Gelegenheit machst. Lass Dich von nichts und niemanden herunterziehen oder hetzen. Hole Dich stets in die Gegenwart zurück und stelle Dir bei Bedarf die Frage: Was macht dies und das mit mir? Dann schreibe auf, was Dich bedrückt. Lese es Dir durch. Und wenn Dir danach zu Mute ist, sage: „Ich lasse bewusst alles Belastende in meinem Leben los.“ Fühle es – auch den Zustand danach, die Befreiung und Erleichterung. Und wenn Du magst, dann verbrenne den Zettel.

Ich schaue weiter aus dem Fenster, nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe. Es schneit noch immer… Wie lange? Keine Ahnung. Ist auch egal. Vielleicht ist die weiße Pracht morgen schon wieder weg und es grünt bei uns. Auch dann freut es mich. Denn ich habe den Augenblick genossen, das Besondere darin mit meinen Augen, Gefühlen und Gerüchen wahrgenommen – die kindliche Freude in meinem Herzen gespürt, die Schnee auslöst. Das kann mir heute keiner nehmen.

Sat Nam.

Tipp: Schaffe Dir regelmäßig den Raum für Deine Yoga-Praxis. Du wirst sehen, dass dadurch mehr Zeit entsteht als verloren geht. Schaue gleich mal bei den Kurs-Angeboten.

Und hier noch eine kleine Übung, die Dich darin schult,
in den Moment zu kommen (besonders wenn es hektisch ist):

* Stelle Dich aufrecht hin oder sitze bequem mit gerader Wirbelsäule auf dem Stuhl mit beiden Füßen fest auf dem Boden.
* Nun lass los. Entspanne Deinen Bauch und atme mehrmals lang und tief durch die Nase ein und aus.
* Jetzt schaue Dich um und nimm deine Umgebung wahr. Was siehst Du? Was riechst Du? Welches Gefühl steigt in Dir auf?
* Egal, was es ist: Genieße die Jetzt- und Hierzeit. Mache Dir bewusst, dass Du alles hast, was Du brauchst.

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21.1.2021 (was für ein besonderes Datum) 🤗

Lesezeit: ca. 7 Minuten

An Tagen wir diesen

… hilft noch nicht einmal Schokolade. Da ist einfach sooooo viel los: das Wetter schlägt um und gleichzeitig auf die Stimmung, eine Online-Konferenz jagt die andere (sitzen, sitzen, sitzen), Beiträge für Zeitschriften müssen geschrieben und bestückt werden, die Wäsche gemacht, ach und der Kühlschrank schreit auch nach Futter (genau wie die Familie ;-). Nebenbei „schnell“ in den Supermarkt düsen, anschließend das Essen mit der ganzen Schnippelei zubereiten, aufräumen, obendrein hat sich die Katze dann auch noch erleichtert und das Malheur muss beseitigt werden… Puh… 😅Kennst Du das? Ausnahmsweise war ich mal nicht gut gelaunt und hatte kein Verständnis für alles und jeden. Nein, ich war gereizt und genervt… Genau an Tagen wie diesen ist das nun einmal so. Egal, wie erfüllend der Job ist, wie sehr man sein Leben und die Mitmenschen liebt, manchmal ist einem einfach alles zu viel. Ich bin da ganz ehrlich: Auch mir geht das gelegentlich so. Es ist mir schlichtweg zu viel Multitasking. 

Ich stand unter Strom

Normalerweise mache ich jeden Tag Yoga und das hilft, mit einem Lächeln durch den Alltag zu gehen und die Herausforderungen anzunehmen. Bei mir zu bleiben. Aber wenn ich mir nicht die Zeit für meine Yoga-Einheiten nehme, dann stehe auch ich unter Strom. Das ist mir an diesem beschriebenen Tag ganz bewusst geworden. (Danke liebes Universum, sonst hätte ich nicht die Erkenntnis gehabt!). Ein paar Tage hatte ich nämlich „keine Zeit“. Und schwupps bekam ich die Quittung: Ich war zornig, aufbrausend (s.o.). Was für ein Glück, dass ich abends Yoga gegeben habe. Und siehe da: Ich war wieder die Ruhe in Person, glücklich, entspannt – war wieder bei mir selbst angekommen. Und da war mir nun endgültig klar: Ein Tag ohne Yoga (bevorzugt Kundalini-Yoga mit seinen Benefits) ist nur zur Hälfte wertvoll. Es stärkt mich, gibt mir Kraft und eine große Portion Gelassenheit, hält mich gesund auf allen Ebenen. 

Warum ich das schreibe? Erst wenn man etwas nicht pflegt bzw. weglässt, was einem nachweislich gut tut, fällt auf, was man vermisst… Und dem hinterher zu jammern hilft niemanden. Am wenigsten einem selbst. Anpacken muss man es! Ich möchte nichts mehr von meinem Plan streichen, dass zu meinem Wohle ist (und damit auch zum Wohle meines Umfelds dient). 

50,2 Prozent der Deutschen sind Dauersitzer

Zeit sollte nie eine Ausrede sein. Eigentlich, ich weiß… 😉 Deshalb raten die Yogis zum Beispiel, früher aufzustehen, um seine Asanas zu machen. Hm, wer um 5 Uhr morgens aufsteht, der mag sicherlich nicht noch früher aufstehen… Verständlich. Aber irgendwo sollte man sich am Tag ein Zeitfenster von wenigstens einer halben Stunde einbauen, um Yoga-Übungen zu machen (oder eine andere Art der bewegten Entspannung bzw. Sport im moderaten Wohlfühlbereich). Denn all das Adrenalin, dass sich im Körper staut, muss, im wahrsten Sinne des Wortes, bewegt und eliminiert werden. In der Steinzeit rannten wir mit viel Adrenalin (Stresshormon) im Blut vor Säbelzahntigern weg. Heute haben wir ebenfalls Stress, aber wir sitzen  auf der Couch, dem Bürostuhl (vor dem Computer in Konferenzen) oder im Auto. Adrenalin kreist im Blut, weil es nicht abgebaut wird. Laut einer Studie der Universidad Rey Juan Carlos (URJC) in Madrid gehören in Deutschland 57,2 Prozent der Männer und 50,2 Prozent der Frauen zu den „Dauersitzern“. Oops. Und das ist schlecht für die Gesundheit und dem Nervenkostüm.

Schüttel den Stress ab

Meditation soll helfen, gelassener zu werden. Stimmt. Aber: Man sitzt wieder und soll auch noch still werden. Natürlich hilft Meditation nachweislich, sich zu sammeln und Kraft zu tanken. Es ist eine wunderbare Form der Entspannung, nur die Bewegung fehlt. Tipp: Vor dem Meditieren ein paar Übungen machen oder 3 bis 5 Minuten zu flotter Musik auf der Stelle joggen bzw. schneller gehen. Auch gut: Schüttel Dich. Wenn Du Interesse an einer bewegten Meditation hast, dann schreibe mir. Du bekommst sie GRATIS. By the way: Bei uns im Kundalini-Yoga 🧘‍♀️bewegen wir uns erst (meist dynamisch) und dann kommt die Meditation. 

Vor ein paar Tage nahm ich an einem super Online-Workshop meiner Firma teil. Der war richtig toll, aber wir saßen starr auf dem Stuhl und glotzten in die Röhre, brainstormten, lachten. Auf dem Stuhl wurde ich immer zappeliger, der Rücken tat weh… In der einstündigen Mittagspause habe ich dann erst einmal etwas gegessen. Doch ich fühlte mich innerlich so unruhig. Ich hatte die Eingebung: Mach KundaDance 💃 am offenen Fenster. Gesagt, getan, reinigte ich in 15 Minuten bei flotter Musik meine 7 Chakren (je 2 Schritt-Kombis pro Chakra) und, oh wunder, danach war ich fit für den Nachmittagsteil des Workshops, der weiterhin sehr positiv und kreativ war.

Es sollte Dir schnurzpiepegal sein, was die anderen sagen

Ihr seht, auch das ist möglich. Sich in der Mittagspause Zeit für Bewegung zu nehmen – egal, was die anderen sagen. Im Home-Office ist das natürlich leichter umzusetzen, aber auch im Büro sollte es möglich sein. Oder im Pausenraum bzw. im Sommer im Hof, im Park, im Garten… Es kann Dir schnurzpiepegal sein, was die anderen sagen oder wie sie schauen und vielleicht einen flotten Spruch auf den Lippen haben. Lade sie ein mitzumachen. Vielleicht entsteht schon bald eine kleine Pausen-Gruppe 👯. 

Übrigens: Für dieses Syndrom der Ungeduld und Unkonzentriertheit durch intensive Online-Meetings gibt es mittlerweile einen Namen: Zoom Fatigue (engl.: Zoom-Müdigkeit). Diese intensive Nutzung führt zu einer anderen Art von Müdigkeit und sogar Erschöpfung als Präsenztermine, ergab eine aktuelle Studie der Hochschule für Wirtschaft in Ludwigshafen. Physische Auswirkungen sind zum Beispiel neben der Zappeligkeit, Kopf- und Rückenschmerzen. Und das war mir passiert. Der oben beschriebene Tag der Gereiztheit war genau der nach dem Dauer-Online-Meeting. Ärzte raten: Je nach Länge der digitalen Sessions aktive Pausen von etwa zehn Minuten einzulegen. So können die Teilnehmer aktiv abschalten und sich BEWEGEN! Genau, kann ich nur bestätigen. Schalte in der Pause Ton und Kamera aus oder verlasse das Meeting und dann bewege Dich (s.o.).

Bewegung steht sogar 2021  in den Sternen 

Spannend: 2021 lädt durch die Planetenkonstellation mit Uranus zu Bewegung und Freiheit ein – Saturn liebt aber das Alte 😉 Was tun? Mein Vorschlag:  Schluss mit Ausreden (jedenfalls meistens 😉 – geh raus aus Deiner Komfortzone und komme ins Tun. Dann darfst Du Dich darüber freuen, die Challenge gemeistert zu haben. Ganz nebenbei öffnest Du Dein Herz für neue Möglichkeiten. Yogis und Buddhisten sagen, zuerst sollte man sich selbst ändern, sein Selbst justieren, dann kann praktisch alles verwandelt werden… Probiere es aus. Und wenn Deine Entschlossenheit mal schwindet, dann sag Dir einfach: „Diesmal schaffe ich es“

Schreibe mir Deine Erfahrungen. Ich wünsche mir sehr, mit Dir, liebe/r LeserIn in den Dialog zu treten: albtal-yoga@gmx.de

P.S. Etwas Persönliches Mein Sohn bekommt derzeit, wie so viele Schüler, digitalen Unterricht – ohne Sport. Warum lässt man dieses Fach weg?  Die jungen Wilden brauchen es doch so nötig. Teenager toben nicht mehr auf der Straße herum, sondern verbringen die meiste Zeit ihrer Freizeit vor Playstation und Co.  Sie werden zappelig und ungehalten, wissen nicht wohin, mit ihrer Energie… Ich würde mich freuen, wenn SportlehrerInnen Zoom, Teams & Co. nutzen, um mit den SchülernInnen Übungen zu machen. Das ist doch ganz leicht. Wir im Yoga machen es doch vor, dass es geht…

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30. November 2020 –
Verabrede Dich mit Dir selbst

Es ist alles gesagt, habe ich das Gefühl – wir können uns nicht mehr echauffieren über Situationen, Umstände etc. Irgendwann kommt ein Punkt, an dem es besser ist zu schweigen, nach innen zu gehen, nicht mit dem Mund zu reden, Rückzug. Mit seiner inneren Stimme kommunizieren. Sich mit seinem Selbst verbinden. Liegt in der momentanen Zeit vielleicht eine Aufforderung darin? Still zu werden? Sich nicht abhängig zu machen von Meinungen anderer, den Medien etc.?  Sondern sich selbstzufrieden  vertrauen – was so schön in dem Wort „Selbst-vertrauen“ liegt. Sich zu fragen: Was tut mir gut? Was will ich? Wo soll meine Reise hingehen?

 „Meinen Bauch höre ich nur, wenn er knurrt“, sagte er

Innehalten und Stille sind zwei Zauberwörter, denen wir öfter nachgehen sollten. Ein lieber Bekannter pflegte in Diskussionen gerne schmunzelnd zu sagen: „Innere Stimme, habe ich nicht. Bauchgefühl, was ist das? Meinen Bauch höre ich nur, wenn er knurr, ich Hunger habe“ Klar, die Lacher hatte er auf seiner Seite. Ich habe versucht, es zu erklären. Aber:

Man muss üben, wieder mit seiner inneren Stimme Kontakt aufzunehmen. Das gelingt beim ersten Mal oft nicht so gut. (Wie oft in Leben ;-). Aber nicht aufgeben. Es braucht Training. Wir sind überall (im außen) nur nicht bei uns selbst“ – ein wunderbar wahrer Spruch aus dem Kundalini-Yoga. Mal ehrlich, findest Du Dich darin wieder? 

Nur wenn man mucksmäuschenstill wird, hört man sie, die innere Stimme. Das Schöne: Je öfter man sich ihr zuwendet, desto lauter wird sie. Leider tun wir es aber zu selten oder das letzte Mal liegt vielleicht schon  lange zurück. Wir wenden uns den Nachrichten, dem Job, Verabredungen, Telefonaten, häuslichen Arbeiten, Spekulationen, Gesprächen, Problemen etc. zu, aber selten oder geschweige denn in schöner Regelmäßigkeit unserer inneren Stimme, die uns Ruhe und Zuversicht und Antworten schenken kann. Ist es ein Wunder, dass sie unhörbar leise wird? Wir pflegen sie nicht. Sie verkümmert wie ein Pflänzchen, das nicht gegossen wird. Ich hatte vor langer, langer Zeit eine Kollegin, die Verabredungen mit ihrer inneren Stimme (der Verbindung nach innen und oben) sehr ernst nahm und diese im Kalender eintrug !!! Wollte man sich mit ihr treffen, lehnte sie ab, weil sie schon einen Termin hatte und schlug einen anderen vor. Wow! Das habe ich mir damals zu Herzen genommen und befolgt.

                                            Zappelphilipp(a)  lässt grüßen

Wie kannst Du nun leicht Kontakt mit Deiner inneren Stimme aufnehmen? Ganz einfach: Werde leise und horche. Setze Dich hin, schließe die Augen, atme tief ein und aus. Ja, ich weiß, was so einfach beschrieben ist, mutiert zu einer Herausforderung. Zum einen muss man sich Platz freischaufeln, sprich: Zeit nehmen und ganz viel von seinem Freizeit-Aufgabenplan streichen. (An dieser Stelle sei bemerkt: Ja, es geht). Wenn das geschafft ist, sitzt man zappelig auf dem Stuhl, weil einem dies, das und jenes in den Kopf kommt… Noch bevor Du wirklich still geworden bist. Breche nicht ab! Denn wenn dieser Gedankensturm vorbei ist, und Du ihn ausgehalten hast, dann kommt die wahre Stille, die Pforte öffnet sich… 

                                                60.000 Gedanken pro Tag?

Es gibt auch aktive Varianten, in Kontakt mit dieser Stimme zu treten, z.B. durch Kundalini-Yoga. Wir praktizieren dort gerne Mantras oder Atem-Meditationen, bei denen man „ganz viel auf einmal machen darf“. Das hat den Zweck, nicht zu denken, sich auf den Moment und die Übung zu konzentrieren, nicht abzuschweifen, seine Gedanken zu beruhigen, die den lieben langen Tag plappern… (60.000 sollen es mindestens pro Tag sein.)
Wenn wir fertig sind, ist da eine tiefe Stille und plötzlich meldet sich nach gutem Üben die innere Stimme, sinnhafte Gedanken, Botschaften kommen aus dem Innersten hoch, Deinem inneren Kern – oder es bleibt auch manchmal nur still. Lausche dieser Leere. Kommen  im Laufe der Zeit Botschaften zu Dir, kannst Du ihnen immer mehr vertrauen. Und dann bekommst Du wieder ein gutes „Bauchgefühl“. Ja, ich vertraue meinem Bauch, kannst Du dann sagen, weil Du weißt, welcher Schatz in Dir verborgen liegt, den Du 24 Stunden am Tag nutzen kannst.

                                Ideen, die Dich zu einem Schatz bringen

1.) Easy Breath-Walk: Gehe spazieren, in die Natur hinaus, verbinde Deine Schritte mit dem Atem. 3 Minuten bewusst so laufen, 2 Minuten nachspürend laufen. Dies mindestens 3x so wiederholen. 

* Zum Schluss, breite Deine Arme beim Einatmen weit aus, als würdest Du die Welt umarmen (wie ich beim Herbstspaziergang, siehe Foto), beim Ausatmen lass die Arme wieder sinken. Tue dies 3x

Oder

2.) Zufriedenheits-Meditation: Setze Dich entspannt auf einen Stuhl oder in den Schneidersitz auf dem Boden, lege Deine linke Hand auf Dein Herzchakra (quer über die Brust, Fingerspitzen zeigen nach rechts). Die rechte Hand legst Du ab ins Gyan-Muda* (Daumen und Zeigefinger berühren sich mit sanftem Druck).
– Atme lang durch die Nase ein (Brustkorb hebt sich)
– Atem halten
– Langsam und vollständig durch die Nase wieder ausatmen
– Atem kurz aushalten
– Fahre nun in Deinem Rhythmus für 3 Minuten fort. Starte sanft mit 3 Minuten und spüre stets nach. Die Momente nach einer Meditation sind die wichtigsten: man ist bei sich und mit sich verbunden!

Tipp: Wenn Du Dich steigern magst – der Ziel-Zyklus geht 3 x 3 Minuten, mit jeweils 1 Minute Pause (= ca. 15 Minuten für Dich).

Mache diese Übung jeden Tag oder 3x die Woche. Du kannst gerne leise beruhigende Musik dabei laufen lassen.

Probiere aus, was Du magst und vor allen Dingen, was geschieht… 

*Gyan-Mudra ist übrigens eine Fingerhaltung, die Dir Ruhe und Frieden schenkt. Und das wünsche ich Dir von ganzem Herzen (nicht nur in der Adventszeit): Ruhe und Frieden finden inmitten des oft chaotischen Alltags. Schreibe mir gerne Deine Erfahrungen (Mail siehe „Kontakt“).

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4. November 2020 – Magic Step No. 2

Sei gut zu Dir und grübel bitte nicht zu viel über das, was noch getan werden muss. Dabei wird man ja ganz wuschig und ist nicht im Hier und Jetzt, dem einzigen Moment, der änderbar ist. Wenn ich ständig mit meinen Gedanken in der Zukunft bin, bin ich nicht in der Gegenwart. Das muss man sich wirklich mal bewusst machen. Und dabei weiß ich doch wirklich nicht, was morgen sein wird… Meine Gedanken sind reine Spekulation… Und genau das kann zu Angst führen… Angst vor dem Unbekannten…

Ich stehe auch oft am Abend im Bad und gehe in Gedanken den anderen Tag durch: Das ist zu tun, jenes und welches. Das verursacht Herzrasen und ich komme nicht zur Ruhe! Völlig kontraproduktiv am Abend! Mittlerweile unterbreche ich bewusst dieses Gedankenkarussell mit einem „Stopp“. Das Morgen kommt und ich muss mich nicht jetzt darum kümmern. Ich konzentriere mich dann ganz bewusst auf den Moment, z.B. Zähneputzen, die Atmung.
Wenn Du ebenso wie ich gerne mal in diese Falle tappst:
Mach Magic-Step No.1
Auch gut: Aufschreiben, was zu tun ist, dann ist es aus Deinem Köpfchen… Deshalb liegen bei mir überall Notizzettel und Stifte, bzw. Notizbücher und Stifte herum.

Apropos Schreiben: Kommen wir an dieser Stelle nochmal auf die Negativspirale zurück (Post vom 24.10.). Es kann nur von Vorteil sein, diese Spirale zu durchbrechen aus Arbeit, keine Zeit, Freizeitstress, Alltag, Kinder (und Rumkutschiererei der selben), Partner, Familie
………………………., …………………., …………………… (die Liste kann jeder an dieser Stelle beliebig ergänzen).

Die Kunst besteht für mich darin, bewusst Pausen einzubauen: Jeden Tag ein paar Minuten reichen. Das verändert auf der ganzen Linie. Mit diesen kleinen ersten Schritten kann man in seinem Gehirn großes bewirken: neue Wege/Nervenbahnen werden angelegt. Wird das konsequent 40 Tage praktiziert, hat sich eine Gewohnheit verändert, alte Muster wurden durchbrochen. Herzlichen Glückwunsch

P.S. Bist DU bereit für eine kleine Challenge?
Wenn Du Dir beispielsweise 40 Wochen (oder sogar 40 Tage) Zeit für 1 bis 1,5 Stunden Yoga pro Woche nimmst (oder einer anderen Entspannungsform Deiner Wahl), dann hast Du den Kreislauf (s. o.) durchbrochen und kannst Dir auf die Schulter klopfen. Du hast die härteste Asana gemeistert, die da heißt: „Überwindung des inneren Schweinehundes“.
Dazu gehört Disziplin, aber Du wirst reich belohnt und erhältst das große Geschenk eines erfüllten, glücklichen Lebens.
Wahe Guru!

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31. Oktober 2020 – Magic Step No. 1

Gibt es einen Ausweg aus dieser zur Gewohnheit gewordenen Negativ-Spirale aus zu viele Aufgaben, wenig Regeneration und Co.?
Ja, es gibt eine Lösung – minimaler Aufwand, maximales Ergebnis:
A T M E  !
B R E A T H E !

Unter Stress atmen wir viel zu flach. Organe, unser Gehirn unsere Zellen etc. werden nicht genügend mit Sauerstoff versorgt, der Körper kann übersäuern und unser Stoffwechsel arbeitet nicht mehr optimal. Wir verspannen innerlich, Kopfschmerzen plagen uns, wir werden nervös und gereizt…
Doch es gibt eine LÖSUNG für all das. Sie kostet kein Geld. Dein Einsatz ist Zeit: Gönne Dir jeden Tag mindestens 2 bis 3x eine Atempause. Einfach innehalten, Hände in Gebetshaltung an die Brust legen (Handflächen aneinander, rechte und linke Gehirnhälfte werden harmonisiert), Augen schließen und bewusst 3 tiefe Atemzüge bis in den Bauchraum hinein nehmen (am besten durch die Nase ein und wieder ausatmen). Du katapultierst Dich ins Hier und Jetzt, wirst klarer, wacher und präsenter. Das gibt wieder Kraft für die nächsten Schritte.
Mein Tipp: Stelle Dir einen Timer, der Dich an das bewusste Atmen erinnert! Ich mache das oft, stelle mir zum Beispiel sonntags den Timer so, dass er jede Stunde ein Signal sendet. Und egal was ich tue – Kochen oder Plaudern oder Fernsehen – ich halte inne und gönne mir diese 3 tiefen Atemzüge. Erfrischend und erdend zugleich.

NATUR-TIPP: Wenn Du in der Nähe eines Waldes oder Parks wohnst, dann gönne Dir ab und zu diese Atempause an der frischen Luft – oder öffne zumindest zwischendurch mal das Fenster, stelle Dich dort hin und atme ein, atme aus, atme ein, atme aus…
Auch gut: Schau auf das obige Waldbild oder auf ein anderes Foto Deiner Wahl – und dann atme! Hole Dir das Bild auf Dein Handy, hänge es an den Kühlschrank oder schmücke eine Wand Deiner Wohnung mit einem Wald-Poster. Es scheint, als würdest Du im Wald stehen und die würzige, heilende Luft direkt in Deine Lungen einsaugen, bei guter Konzentration hörst Du die Blätter im Wind rascheln, spürst die Sonnenstrahlen auf Deiner Haut. Wie wohltuend!
Tatsächlich ist es so, dass ein intensives, inneres Vorstellungsbild genauso wirksam wie ein reales Erlebnis sein kann. Probiere es doch mal aus!

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24. Oktober 2020 – Negativspirale

Ist der Frust zu groß aus: Ich bin überall, außer bei mir selbst? Dann hilft nur eins:
Konsequent „Nein“ sagen zu mehr Aufgaben!!!
An dieser Stelle wirst Du vielleicht schlucken und insistieren, dass das doch nicht geht. Ich kann doch meinem Chef nicht sagen, dass ich Feierabend mache, weil ich z.B. zum Yoga-Kurs möchte, wenn er noch etwas von mir möchte. Oder meinem Mann, der den ganzen Tag gearbeitet hat, das Baby oder den Staubsauger in die Hand drücken… Doch, rein theoretisch kannst Du das (wenn es keine Leben kostet und das, was zu erledigen ist, nicht wirklich dringend ist!!).
Ja, es ist provokativ und erfordert Mut ohne Frage. Aber wächst man einem Sprichwort zufolge nicht mit seinen Aufgaben?

Wenn Du eine neue Gewohnheit etablieren möchtest, ist das mit Disziplin verbunden. Möchte ich mein Smartphone verstehen, muss ich zunächst viel mit ihm machen, will ich gut Auto fahren, muss ich es praktizieren, will ich’s schaffen, eine Stunde am Tag joggen zu geben, muss ich jeden Tag etwas rennen, um dann die lange Zeit zu schaffen! Fazit: Üben ist eine Disziplin, um etwas richtig gut zu können!  In unserem Fall heißt es, immer öfter mal „Nein“ zu Mehrarbeit und Co. zu sagen. Irgendwann wird der Chef (die Chefin) es kapieren und frotzeln: „Ja, ja, ich weiß, Sie müssen zum Yoga-Kurs (Thai-Chi, Qi-Gong etc.)“
Das Tolle: E/Sie wird bemerken, dass es Dir gut tut, weil Du mental stärker und körperlich gesünder wirst. Eigentlich sind das doch nur Vorteile für ein Unternehmen (auch das eigene) oder dem Family-Business aus Haushalt, Kinder und Co., wenn man ab und zu NEIN sagt.
Natürlich gibt es Ausnahmen, dessen bin ich mir aus eigener Erfahrung voll und ganz bewusst. Aber diese Ausnahmen sollten im Idealfall nicht zur Regel werden, dass ist es, was mir auf dem Herzen liegt.

Denn wird das alles zur Regel mit Mehr-Arbeit, Zusatzaufgaben, Überstunden und Du hast kaum noch Zeit zum „Luftholen“ sowie Krafttanken, kann eine Negativspirale in Gang gesetzt werden: Zu viel Arbeit – kein Ausgleich – Sehnsucht nach dem Wochenende – danach ist immer noch zu viel Arbeit – kein Ausgleich – das Wochenende reicht schon längst nicht mehr zum Regenerieren (oft ist es auch pickepackevoll mit Aufgaben in der Wohnung, im Garten, Dates mit Freunden, Fußballspielen der Kids oder der Ballettaufführung).
Es steigt die Sehnsucht nach Urlaub: Doch auch diese Zeit reicht nicht mehr aus, es etabliert sich Schlaflosigkeit, man kommt nicht zur Ruhe, steht dauernd unter Strom – Aufgaben mutieren zu einem Berg, weil man kaum noch Kraft hat… Leider immer noch kein Ausgleich in Sicht, weil man soziale Kontakte streicht oder reduziert, den Sport, das Yoga, den Gesangs- oder Reitunterricht aufgibt, das Tanzen bzw. sonstige Hobbys – man wird ungehalten, ist einfach nur erschöpft, vielleicht öfter krank (schleppt sich aber trotzdem zur Arbeit oder erledigt die Hausarbeit), verliert den Spaß an allem… Die einst lachende Mama wird zunehmend brummiger… Ein Burnout droht…

Wenn Du Dich darin erkennst, ist es Zeit zur Umkehr! Denn, wer gut für sich selbst sorgt, schafft auf lange Sicht die ideale Voraussetzung für ein Leben in Gesundheit und Freude.

Apropos: Auch Menschen, die ihren Job von Herzen gerne machen, ihn als Berufung ansehen und dadurch immer mehr machen, sind vor dem Ausbrennen nicht gefeit…

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17. Oktober 2020 – Bewusstwerdung

„Keine Zeit, keine Zeit…“, sagte schon der Hase in „Alice im Wunderland“

Irgendwie scheint genau dieser Satz aus dem 1865 erschienenen Kinderbuch von Lewis Carroll in der realen Welt ein „Zeichen der Zeit“zu sein, quasi ein Dauerbrenner.
„Oh, jetzt habe ich wieder mehr aufgebrummt bekommen, kann leider nicht zum Kurs kommen.“ Es scheint, dass wir Menschen von einer Aufgabe zur nächsten geschubst werden und kaum mehr Zeit aufbringen können, um für einen regelmäßigen Ausgleich zu sorgen, der uns in der Balance hält, z.B. durch Meditation, einem Spaziergang, Yoga… Oder ist es nur eine Frage der Organisation und Priorität? Wir wollen immer auf allen Hochzeiten tanzen. Haben Angst, etwas zu verpassen und dann passiert folgendes: Es wird genau das vom Plan gestrichen, was Kraft gibt. Gut ist für Dich, Deine Familie, Deine Arbeit, Dein Leben… Deine Energie-Tankstelle sein kann, um Dein Stück vom Kuchen zu genießen. Und wer weiß, vielleicht kannst Du mit der Zeit untertscheiden, welches Event, welche Entspannungsform, welche Bewegungsart etc. Dir wirklich wichtig ist, weil Du den Benefit spürst und darauf nicht mehr verzichten möchtest.

Denn es ist so wichtig mental stark und körperlich fit zu sein. Gerade in diesen fordernden Zeiten! Wenn wir aufschreiben würden, was uns so den ganzen Tag durch den Kopf schwirrt und es dann lesen, würden wir sagen: „Das ist völlig bekloppt…“ Zufriedenstellender wäre es, die QUALITÄT der GEDANKEN zu erhöhen, jedoch die MENGE der Gedanken zu reduzieren.

Das schaffst Du durch Yoga und Meditation.
Yoga macht Deinen Körper beweglicher und stärkt Dich mental durch Meditation. Letzteres führt u.a. dazu, dass Du fokussierter und „Frusttoleranter“ wirst. Patanjali (Verfasser der Yoga-Sutren) sagte: Yoga hilft, die Wogen der Gedanken zu glätten.

Hier nochmal zusammengefasst:
Bewegung ist gut für den Körper.
Geistige Stille für die mentale Gesundheit.
Doch mal ehrlich, machen wir es nicht umgekehrt?
Wir bewegen uns körperlich zu wenig, dafür gehen
wir viel mit den Gedanken spazieren? 

Natürlich ist es nicht leicht, in einem vollen Alltag Zeit für sich einzubauen, den Blick auf das Schöne zu lenken, das einem Kraft gibt – aber es ist machbar. Immer wenn ich ganz viel zu tun habe, baue ich mittlerweile ganz bewusst meine eigene, kleine (oder größere) Yoga-Einheit ein. Nehme mir diese Zeit und das müssen Mann und Sohn dann auch akzeptieren. Ich hänge einen Zettel an die Tür („Mache gerade Yoga“) und bin dann mal für eine gewisse Zeit nicht erreichbar. BIN BEI MIR!
Kaum tauche ich wieder auf, klappt es mit dem Tag viel besser, ich bin gelassener, guter Dinge und Laune, belastbarer. Alles geht irgendwie leichter von der Hand. Ich bin entspannt, habe gute Ideen. Wow, das nenne ich immer den Kundalini-Yoga-Effekt.

Gefordert ist Eigenverantwortlichkeit und Selbstfürsorge (da darf man Aufgaben delegieren, gerne auch an die Kids 😉